In der Zeit von 1926 bis 1929 im Rahmen von Notstandsarbeiten als wahre Wohltat für den dicht besiedelten Bezirk Wedding entstand der “Volkspark Rehberge” auf einer Fläche vom rund 115 ha (incl. Goethepark).

Schon beim Kanalbau ( 1848 – 1859 )entwickelte Lenné die Idee, eine das Kanalufer begleitende Grünfläche als Naherholungsgebiet für die Berliner zu schaffen, konnte dies aber nicht realisieren.

150 Jahre später hat der Senat die Idee wieder aufgegriffen und im Bereich Mitte bereits begonnen, längs dem Kanal eine Uferpromenade für Fußgänger und Radfahrer anzulegen.

Erstmals entstand an gleicher Stelle 1906 eine Gaststätte. Von 1906 bis 1946 gab es auf dem Areal des Kastaniengartens die „ Waldhütte Jungfernheide “ (Foto Landesarchiv 1910) und gehörte vor dem ersten Weltkrieg dem Ökonom Ballschmieder. Der betrieb in der Badstraße 16 einen über den Bezirk Wedding hinaus bekannten Konzert- und Saalbau mit dem Namen “Kastanienwäldchen”.

Die “Waldhütte Jungfernheide” war ein reiner Holzbau. Sie überstand den Kältewinter 1946/47 nicht und wurde wie die meisten Bäume der Rehbergeverheizt. Anfang der 50er Jahre errichtete die Stadt hier ein Restaurant als eher nüchternen Zweckbau und verpachtete es an wechselnde Wirte. Die Gaststätte trug jetzt den Namen “Kastaniengarten” und soll in seiner Anfangszeit recht populär gewesen sein.

Wann das zuständige Amt begann, den Pachtvertrag jeweils auf nur ein Jahr zu befristen, wissen wir nicht. Wohl aber können wir nachvollziehen, dass dies der sicherste Weg war, um das Objekt dem schleichenden Niedergang auszuliefern.

Vor 6 Jahren warf folgerichtig der letzte Pächter das Handtuch.Dann gingen endgültig alle Lichter aus.

Privatisierung – Ausweg und Chance

Angesichts knapper öffentlicher Kasse sah das Liegenschaftsamt wahrscheinlich keine Möglichkeit,hier nochmals in eigener Regie tätig zu werden. Man schrieb die Immobilie zu Kauf aus und hatte das Glück, tatsächlich einen Investor zu finden.

Wägen, wagen, wirtschaften heißt es.

Wägen, wagen, wirtschaften heißt es. Das Gebäude mußte entkernt und totalsaniert werden. Über 300 Kubikmeter Schutt mußte abgefahren und das Grundstück erst wieder an die öffentliche Strom- und Wasserversorgung angeschlossen werden.

Was erwartet Sie im Kastaniengarten

  • Das Grundstück des “Kastaniengarten” nebst Gebäuden umfasst 1.700 Quadratmeter.
  • Hier spenden große, alte Kastanienbäume ausreichenden Schatten.
  • Den Kern des Biergartens bildet eine große Terrakotta-Terasse.
  • Insgesamt wurden 300 Quadratmeter schachbrettartig mit Terrakottaplatten belegt.
  • Die übrige Fläche ist mit Rasen bewachsen.

Aber machen sie sich doch selbst ein Bild davon und schauen sie im Kastaniengarten vorbei, wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihr Kastaniengarten Team